Hochzeits­papeterie wie vom Profi

10 Tipps für euer Einladungsdesign

Wir lieben es zu sehen, wie kreative Bräute oder Brautpaare ihre Hochzeitseinladungen selber machen. Aber eine Sache fällt den meisten Profis direkt auf: Auf ein stimmiges Layout wird leider oft nicht geachtet. Das liegt einfach daran, dass die meisten Nicht-Designer*innen im Alltag höchstens mal einen Brief in Word oder eine Power-Point-Präsentation aufsetzen. Auch wenn das so deutlich vielleicht nur Grafikern und Grafikerinnen auffällt: Die Einladung, so hochwertig und aufwendig sie auch gestaltet ist, wirkt dann für den Betrachter immer irgendwie „selbstgebastelt“. Höchste Zeit also, dass wir dir beim designen eurer Hochzeitseinladungen helfen. Wir haben 10 einfach umzusetzende Tipps mitgebracht, um ein harmonisches und professionelles Layout zu erschaffen. Los geht’s!

1. Schriftauswahl

Lesbarkeit ist das A und O bei euren Hochzeitseinladungen. Sie können noch so schön gestaltet sein – wenn der Gast die Infos entziffern muss, ist niemandem geholfen. Deshalb empfehlen wir dir, bei den Einladungen zwei Schriftarten zu kombinieren. Wähle für kurze Überschriften oder für eure Namen auf der Vorderseite gerne eine geschwungene oder verspielte Schrift. Zusätzlich zu dieser Schmuckschrift suche dir aber auch noch eine Fließtext-Schrift aus. Wie der Name schon sagt, kannst du diese für alle längeren Texte nutzen. Diese Schrift sollte unbedingt schlicht und sehr gut lesbar sein. Dazu eignen sich Serifen- oder Non-Serifen-Schriftarten. Eine tolle Erklärung zum Thema Serifenschriften findest du hier.

2. Schriftgröße und Zeilenabstand

Wo wir schon beim Thema Lesbarkeit sind: Wähle eine ausreichende Schriftgröße und einen nicht zu kleinen Zeilenabstand. Wir empfehlen für Fließtext eine Schriftgröße von mindestens 8 pt, besser noch 10-12 pt. Bei der Schmuckschrift kommt es natürlich darauf an, wie aufwendig und lesbar diese generell schon ist. Rechne aber ruhig noch mal einige pt. drauf. Beim Zeilenabstand nutze mindestens den, der im Programm deiner Wahl voreingestellt ist. Noch besser lesbar wird der Text, wenn du ihn sogar noch etwas erhöhst. Aber auch ein zu großer Zeilenabstand kann problematisch sein. Denn dann ist es für das Auge schwieriger, den nächsten Zeilenanfang zu finden.

3. Schriftfarbe

Einen letzten Tipp zum Thema Lesbarkeit haben wir noch 😉 Diese leidet nämlich auch, wenn du eine zu helle Schriftfarbe auswählst, und dann vielleicht noch zu Hause auf einem weniger starken Drucker druckst. Wir sind auch keine Fans von schwarzer Schrift auf weißem Papier. Der Kontrast ist einfach zu groß und das Layout wirkt so sehr „hart“. Daher unser Tipp: Wähle aus eurer Farbwelt eine sehr dunkle Nuance aus, z. B. ein dunkles Bordeaux, ein Nachtblau oder einen sehr dunklen Anthrazit-Ton. Diese Schriftfarben fügen sich toll in euer Design ein und sind gleichzeitig gut lesbar.

4. Linienführung und Gleichgewicht

 Jede deiner Karten sollte als Ganzes im „Gleichgewicht“ sein. Das heißt, dass die Elemente möglichst gleichmäßig verteilt werden sollten. Ein Beispiel: Wenn du unten links auf dem Blatt eine Aquarellblume einsetzt, bringst du mit einer weiteren Blume oben rechts die Karte wieder ins Gleichgewicht. Auch bewusst freigelassene Räume, sogenannter Weißraum, kann zu diesem Gleichgewicht beitragen. Behalte außerdem immer im Hinterkopf, dass unsere Leserichtung von oben links nach unten rechts auf der Seite geht. Ein Layout wirkt auch dadurch harmonisch, dass der Leser es nicht schwer hat, die Informationen schnell zu erfassen.

Design Hochzeitseinladungen

5. Stimmiges Farbkonzept

Wenn ihr für eure Hochzeit bereits ein Farbkonzept festgelegt habt, sollte sich dieses auch in den Einladungskarten wiederspiegeln. Durch farbige Icons, Zeichnungen, Aquarelle oder Farbflächen kannst du tolle Akzente setzen. Kombiniere aber nicht zu viele Farben aus verschiedenen Farbwelten. Auch ein schlichtes Design kann, etwa durch farbige Briefumschläge, tolle Effekte erzielen. Wir empfehlen dir, eine bestimmte oder zwei komplementäre Farbgruppen zu nutzen, innerhalb derer du etwas spielen kannst. Ein Metallic-Farbton kann das Konzept ergänzen. Du findest auf unserem Pinterest-Board viele harmonische Farbkonzepte zur Inspiration.

6. Abstand zum Seitenrand

Achte darauf, dass du bei Schriftblöcken und wichtigen Grafikelementen ausreichend Abstand zum Seitenrand lässt. Wir empfehlen dir, rundum mindestens 1 cm, gerne auch etwas mehr, Platz zu lassen. Dieser Raum gibt deinem Layout Stabilität und lässt es professioneller wirken. Bei Grafiken kann es übrigens auch toll aussehen, wenn diese bewusst über den Seitenrand hinausgeschoben werden. Das nennt man „in den Anschnitt setzen“. Schau nur, dass dir das beim Drucken nicht zum Verhängnis wird. Denn viele Drucker können nicht randlos drucken.

7. Qualität von Bildern und Grafiken

Eine gute Qualität und eine hohe Auflösung sind unvermeidbar für hochwertige Hochzeitseinladungen. Vor allem wenn du Fotos einsetzt oder Grafiken nutzt, solltest du darauf Acht geben. Bevor du die Elemente in deine Einladung einsetzt, verrät schon die Dateigröße vieles über die Auflösung. Icons müssen nicht besonders groß sein, aber von Zeichnungen und Fotos unter 1 MB Dateigröße würden wir die Finger lassen. Eine ideale Druckauflösung sind 300 PPI. Wenn du aber keine Möglichkeit hast, die Auflösung deiner fertigen Druck-PDF zu überprüfen, mach einfach einen Probedruck und schau dir diesen genau an. Verpixelte oder unscharfe Elemente sind aus unserer Sicht ein absolutes No-Go.

8. Aufbau des Textes

Wenn du den Text einfach so herunter schreibst, wirkt das chaotisch und unaufgeräumt. Dem kannst du entgegenwirken, indem du sinngemäße Absätze setzt. Also trenne die Zeilen immer dort, wo der Text inhaltlich „eine Pause macht“. Wenn du jetzt noch darauf achtest, dass die Zeilen alle ungefähr gleich lang sind, wirkt dein Absatz automatisch schon viel harmonischer. Die letzte Zeile darf da natürlich eine Ausnahme bilden. Übrigens: Linksbündiger oder zentriert gesetzter Text geht immer. Auch rechtsbündiger Textsatz kann toll aussehen. Aber der Blocksatz hat in euren Einladungen nix zu suchen 😉

Tipps Einladungsdesign

9. Hervorhebungen

Dein Text bekommt auch dadurch mehr Struktur, dass du wichtige Worte oder Elemente hervorhebst. Das kannst du (ganz klassisch) tun, indem du sie fettest. Auch etwas größere und/oder farbig hervorgehobene Worte können deinen Text toll gliedern. Achte aber unbedingt darauf, bei einer Art der Hervorhebung zu bleiben. Wenn du manche Dinge kursiv, andere fett setzt und wieder andere rot färbst, wirkt das viel zu unruhig. Wir sind übrigens auch keine Fans von Unterstreichungen. Als Alternative zu Hervorhebungen im Fließtext kannst du auch Zwischenüberschriften nutzen, z. B. „Adressen“, „Geschenke“ oder „Trauzeugen“.

10. Weniger ist mehr!

Unser letzter Tipp lautet ganz klar: Stopf eure Einladungen nicht voll! Wenn du viele Informationen transportieren willst, nutze lieber noch einen extra Einleger oder mehrere Karten. Ein Pocketfold oder mehrere verbundene Karten eignen sich super, um deine Informationen thematisch sinnvoll aufzuteilen und die einzelnen Karten nicht zu überladen. Falls du einfach wenig Platz zur Verfügung hast, verzichte auf ausschweifende Sätze. Nutze lieber kurze und knackige Formulierungen, die du strukturiert auf der Karte platzieren kannst (wie Stichpunkte, nur ohne die Aufzählungszeichen).

Wenn dir unsere Tipps gefallen haben und du unser Freebie noch nicht kennst, dann solltest du unbedingt hier vorbeischauen. Wir haben für dich 44 Hacks für DIY-Hochzeitseinladungen zusammengetragen. Ganz viel Spaß beim designen eurer Einladungen und natürlich bei der wunderbaren Hochzeitsvorbereitung.

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