10 Tipps für eure DIY-Hochzeit

Du wirst heiraten? Wie schön. Hier gelandet bist du wahrscheinlich, weil du Lust hast, vieles für eure Hochzeit selber zu machen. Das ist eine tolle Entscheidung, denn durch DIYs könnt ihr eure Hochzeit noch persönlicher und absolut einzigartig machen. Aber Achtung: selbst gemacht ist fast immer individueller, aber nicht immer günstiger! Berechne nicht nur die Kosten für die Bau- und Bastel-Materialien, sondern auch Mehrkosten, wenn Dinge nicht auf Anhieb klappen, alle Werkzeuge und Geräte und natürlich deine / eure Zeit mit ein. Vor allem letztere unterschätzt man oft. Aber mit unseren Tipps klappt alles wie am Schnürchen und ihr werdet eine tolle Hochzeit mit vielen DIY-s und Liebe zum Detail feiern.

#1 Erstelle einen Ideenspeicher!

Den ersten Tipp hat uns die DIY-Braut Kathy in unserem Instagram-Live zum Thema DIY-Hochzeit gegeben und wir finden ihn so toll, dass wir ihn übernommen haben! Sammele all deine Ideen an einem Ort nur für dich, etwa in einer WhatsApp-Gruppe oder einem Nachrichtenthread in einer anderen Messenger-App. Für den Fall, dass du dich jetzt fragst, wie man eine WhatsApp-Gruppe ohne andere Mitglieder erstellt, wollen wir dir das kurz erklären: Erstelle einfach eine Gruppe, die z. B. nur aus deinem Partner und dir besteht und schmeiße ihn dann einfach aus der Gruppe wieder raus. Besonders schön an einer solchen geheimen Gruppe: Wenn du auf die Medien in der Gruppe klickst, siehst du die Inspirationen, die du dir als Screenshot oder Foto gespeichert hast, alle auf einen Blick. So bekommst du ein Gefühl dafür, ob alles gut zusammenpasst.

#2 Mach ein Moodboard!

Wenn du noch nicht ganz sicher bist, welchen Stil du bei deiner Hochzeit verfolgen willst, hilft dir ein Moodboard. Egal ob als Pinterest-Board oder haptische Pinnwand – das Moodboard ist während der Hochzeitsplanung eine tolle Hilfe. So siehst du immer auf einen Blick, was du geplant hast und wie das ganze später aussehen soll. Du kannst die gewünschte Stimmung und Farbwelt mit aufnehmen und so ein harmonisches Konzept erstellen. Auch bei Unsicherheiten während der Planung hilft ein Blick auf das Moodboard. Denn du kannst dann immer noch einmal gegenchecken, ob deine neue Idee, dein Dienstleister oder ein Deko-Element zum Gesamtkonzept passt. Wenn du gern ein Moodboard erstellen möchtest, aber noch unsicher bist, wie das geht, haben wir etwas für dich! Im November findet bereits zum dritten Mal unsere kostenlose Hochzeitskonzept-Challenge statt. In 5 Tagen erstellen wir zusammen das für euch perfekte Moodboard, einzigartig und persönlich. Du kannst dich hier zur Challenge anmelden!

Moodboard DIY-Hochzeit

#3 Setze zusammen mit deinem Partner Prioritäten (und ein Budget)!

Das Internet ist voll mit Millionen von Inspirationen und auch wenn eine schöner ist, als die andere, wirst du nicht alle umsetzen können. Das wäre auch ein wenig Overkill 😉 Aber wenn du einmal im Ideen-Netz gefangen bist und Pinterest dein bester Freund ist, wird es schwierig, sich nicht in DIY-Vorhaben zu verlieren. Daher setze mit deinem Partner zusammen Prioritäten. Überlegt genau, was ihr etwa für Deko, Gastgeschenke oder Hochzeitspapeterie ausgeben wollt. Und dann schreibt auf, auf was ihr in den jeweiligen Bereichen am meisten Wert legt. Wenn am Ende aus Budget- oder Zeitgründen DIYs weichen müssen, dann sollen das schließlich nicht die für euch wichtigsten sein. Achtet auch auf die äußeren Umstände: Wenn eure Trauung im Herbst draußen stattfindet, sind Lichter und Kuscheldecken vielleicht wichtiger, als Flipflops für den Dancefloor.

#4 Vernetze dich mit anderen DIY-Bräuten! 

Das Schöne an Instagram (oder Facebook)? Du findest viele Gleichgesinnte. In den letzten Jahren ist die DIY-Community auf Social Media stetig gewachsen und inspiriert sich dort gegenseitig. Wir wissen von vielen Bräuten, die richtige Freundschaften geschlossen haben und sich sogar DIYs für den großen Tag gegenseitig ausgeliehen haben. Wenn du den ersten DIY-Bräuten folgst, deren Stil dir gefällt, wirst du schnell auf weitere stoßen. Such einfach mal nach #diybraut oder Hashtags wie #julibraut2022 (wenn du etwa im Juli 2022 heiratest). Vielleicht hast du ja sogar Lust, selbst einen Account für deine DIY-Projekte anzulegen und andere damit zu inspirieren. Unsere aktuell liebsten Instagram-Profile für Selbstmach-Inspiration rund um eure Hochzeit sind @celebratetheepaaschsway @boho.bride.anna und @annaheiratet. Aber schau einfach mal selbst, welche Bräute ihre Hochzeits-DIYs für 2022 oder 2023 aktuell teilen und wen du sympathisch findest.

#5 Mach einen Monatsplan!

Es sind noch viele Monate bis zur Hochzeit und du kannst es gar nicht erwarten, dass der große Tag endlich näher rückt? Dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um mit der Planung und Umsetzung der Hochzeits-DIYs zu beginnen. Wir empfehlen dir, einen Monatsplan anzulegen und die einzelnen DIYs darauf aufzuteilen. Schau erst einmal, welche Projekte du früh umsetzen kannst (die Erstellung der Save-the-Date-Karten oder Handarbeiten, wie das Knüpfen von Makramees oder das Nähen von Stoffservietten). Diese kannst du gleich in den ersten Monaten erledigen (oder auch noch mal zur Seite legen, wenn du nach 30 geknüpften Serviettenringen erst mal kein Garn mehr sehen kannst ;-)). Blockiere dir auch unbedingt einen Monat für die Hochzeitseinladungen, denn die kosten mehr Zeit, als man denkt. Manche DIYs sind abhängig von anderen Faktoren: Du willst eure Meükarten selber machen? Dann frag beim Caterer oder der Location nach, wann ihr das finale Menü festlegt. Ganz zum Schluss kannst du dich um DIYs kümmern, die sehr groß sind (und somit viel Platz zum Lagern benötigen) oder die nicht lange haltbar sind (z.B. essbare Gastgeschenke oder Getränkedosen mit Aufklebern).

DIY-Hochzeitsdeko

#6 Vermeide Impulskäufe!

Wenn du früh mit der Erstellung eines Moodboards und der Planung deiner DIYs beginnst, kannst du auch Impulskäufe leichter vermeiden. Denn wenn man einmal im Hochzeitsrausch ist, verleitet das dazu, Dekoartikel und Co. in den Einkaufswagen wandern zu lassen, die vielleicht am Ende gar nicht gebraucht werden. Wenn du neben dem Monatsplan auch eine Einkaufsliste anlegst, kannst du richtig Geld sparen. Denn dann hast du Zeit Preise zu vergleichen, nach Anbietern zu recherchieren und bei guten Angeboten zuzuschlagen. Natürlich nur für die Sachen, die du wirklich brauchst. Warum es sich hier und da auch lohnt, Dinge nicht zu kaufen, verraten wir dir bei Tipp #9.

#7 Beziehe Freunde und Familie mit ein!

Selbstgemacht heißt in der Regel vor allem eins: zeitaufwändig. Daher halse dir nicht zu viel auf, sodass deine Erwartungen am Ende enttäuscht werden und die Hochzeitsplanung in Stress ausartet. Stattdessen kannst du Bastelabende mit deinen Freundinnen veranstalten, deine Familie mit einbeziehen oder deinem Herzensmenschen Projekte abgeben. Gerade Arbeiten, die sich ein bisschen nach Fließband anfühlen, gehen gemeinsam viel leichter von der Hand. Und ja, du darfst auch Dinge ganz abgeben. Kathy hat in unserem Interview auf Instagram zum Beispiel berichtet, dass sie ein DIY-Projekt, was ihr gar nicht lag, an die Trauzeugin abgegeben hat. Ihr Mann hat die Aufgabe bekommen, eine Bar für die Gartenhochzeit zu bauen. Schau also am besten einfach mal, wo deine Stärken, aber auch deine Schwächen liegen.

#8 Trau dich, etwas anders zu machen!

So viel Inspiration du online auch findest, du musst nicht machen, was (gefühlt) alle machen. Lass dich nicht verunsichern, wenn du eigentlich gar keine Freudentränen (Taschentücher mit individuellen Banderolen) haben wolltest, sie aber plötzlich auf jedem DIY-Account zu sehen sind. Eure Hochzeit – eure Regeln! Erinnere dich lieber wieder an eure Prioritäten zurück und lege den Fokus auf das, was euch wirklich wichtig ist. Und vielleicht hast du ja auch ganz neue Ideen, die zu euch passen (aber nicht zu anderen). Unser Tipp für ein unglaublich wandelbares Papeterie-Projekt ist ein personalisierter Sitzplan. Nenne eure Tische doch mal nicht „Tisch 1“ oder „Tisch 2“, sondern überlege dir mit deinem Herzensmenschen andere Namen, die zu euch als Paar passen. Egal ob Reiseziele, Bandnamen oder Symbole – ein kreativer Sitzplan sorgt für Begeisterung und viel Gesprächsstoff bei euren Gästen. Ganz viel Sitzplan-Inspiration findet ihr auf diesem Pinterest-Board.

Dekoration DIY-Hochzeit

#9 Überlege, was du nicht selber machen willst!

Ja, du hast richtig gelesen. Denn das gehört zur Planung einer DIY-Hochzeit dazu. Bei manchen Dingen ist es weder günstiger noch nachhaltig, alles selbst zu machen. Natürlich kannst du es trotzdem tun, aber wir raten davon ab, wirklich ALLES selber zu machen bzw. zusammen zu sammeln. Bei allem, was sehr groß und teuer ist und nicht personalisiert werden soll, also z.B. Möbel, Lichterketten usw. macht es Sinn, einmal die Preise für Vermietung in eurem Umfeld zu vergleichen. Denn professionelle Anbieter für geschmackvolle Miet-Möbel gibt es mittlerweile überall in Deutschland. Und wer hat schon Platz für die Lagerung von Stühlen, Tischen und Co. für all eure Gäste? Übrigens kannst du auch selbstgemachte Dinge von anderen kaufen, wenn du keine Lust oder kein Talent für ein bestimmtes DIY hast. Auf Facebook verkaufen DIY-Bräute nach der Hochzeit oft viele Dinge in Hochzeitsgruppen und auf Etsy findest du zu jedem DIY-Projekt einen Profi, bei dem du handgemachte Produkte erwerben kannst. Wir verkaufen dort übrigens auch digitale Grafiken, die du für eure Hochzeitseinladungen verwenden kannst. Klick dich mal durch!

#10 Lass am großen Tag andere machen!

Am Tag eurer Hochzeit sollten du und dein Herzensmensch keine organisatorischen To Do’s mehr erledigen müssen. Für all die kleinen Aufgaben könnt ihr eure Trauzeugen oder Familienmitglieder aufteilen. Und wenn in eurer Location erst am Tag selbst dekoriert und aufgebaut werden kann, empfehlen wir dir, auch diese Dinge abzugeben. Wenn du möchtest, dass dein selbst gebasteltes und geplantes Tisch-Setting aufgebaut wird, sprich doch mal die Location oder euren Caterer an. Oft kann man gemeinsam einen Probe-Tisch decken und die Umsetzung dann anderen überlassen. Auch HochzeitsplanerInnen bieten euch häufig an, als Zeremonienmeister am Tag selbst To Do’s zu erledigen, Dinge aufzubauen oder zu dekorieren und euch über den Tag hinweg zur Seite zu stehen. Wenn ihr es vermeiden könnt, verzichtet aber darauf, Freunde und Bekannte für Deko & Co. am Tag der Hochzeit einzuspannen. Denn alle Gäste wollen entspannt in die Feier starten. Wenn ihr schon am Vortag aufbauen könnt, ist das natürlich kein Problem und eure Trauzeugen und Familienmitglieder helfen sicher gern.

Na, hast du jetzt Lust auf eine DIY-Hochzeit?

Perfekt! Dann melde dich doch zu unserer nächsten Hochzeitskonzept-Challenge an (hier entlang!) oder sicher dir unser Freebie „44 Hacks für eure DIY-Hochzeitseinladungen“. Denn die Save-the-Date-Karte (oder Einladung) ist meist eines der ersten DIYs auf der To-Do-Liste! Wir wünschen dir eine wundervolle Hochzeitsvorbereitung mit vielen kreativen Projekten!

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