8 Fehler bei DIY-Hochzeits­einladungen

Wenn du dich entschieden hast, deine Hochzeitseinladungen selber zu machen, dann ist das erst mal eine ganz tolle Entscheidung. Denn DIY-Einladungen sind die schönste und persönlichste Möglichkeit, eure Lieben zu eurem großen Tag einzuladen. Sicher hast du auch schon angefangen, Inspirationen und Ideen zu sammeln. Aber hier gelandet bist du wahrscheinlich, weil du noch nicht in der Umsetzung steckst, oder? 😉 Das ist perfekt. Denn wir haben wahnsinnig viele Tipps für dich, wenn es um selbstgemachte Hochzeitseinladungen geht. Das Ergebnis sind nicht nur authentische und individuelle Einladungen, sondern auch hochwertige und professionell wirkende.

Eine Sorge von vielen DIY-Bräuten ist, dass die selbstgemachten Hochzeitseinladungen auch selbstgebastelt oder „billig“ aussehen. Damit sie das nicht tun, wollen wir dich heute vor 8 Fehlern bewahren. Denn in unseren über sechs Jahren als Hochzeitspapeterie-Designer haben wir schon den ein oder anderen Fauxpas gesehen, der vermeidbar gewesen wäre. Aber darüber hinaus haben wir natürlich noch viele weitere Hacks auf Lager. Die haben wir dir übrigens in einem tollen Freebie mit dem Titel „44 Hacks für deine DIY-Hochzeitseinladungen“ zusammengetragen. Falls du unser Freebie noch nicht kennst, dann kannst du dir das hier herunterladen. Jetzt geht’s aber los mit den 8 häufigsten Fehlern bei DIY-Papeterie und Einladungen:

1. Es werden Produkte mit schlechter Qualität eingesetzt.

Leider ist das Internet, speziell das große „A“ voll mit Billig-Produkten aus China. Auch beim Thema Basteln und Papeterie ist es gar nicht so einfach, hochwertige Produkte zu finden. Aber aus eigener Erfahrung können wir nur dazu raten, lieber ein paar Euro mehr auszugeben und direkt gute Materialien zu besorgen. Denn du ersparst dir nicht nur den Ärger, wenn du versuchst mit nicht deckender Tusche zu kalligraphieren oder Ösen mit scharfen Kanten zu pressen. Nein, am Ende bestellst du dann viel zu oft, doch neu. Und so kannst du dir das Geld und die Zeit auch direkt sparen und zu guten Produkten greifen. Die findest du zum Beispiel in Läden für Bastel- und Künstlerbedarf, wie idee oder Gerstaecker. Wenn du keinen Laden dieser Art in der Nähe hast, nutze einfach die entsprechenden Online-Shops. Alternativ kannst du dich natürlich auch durch die Bewertungen auf Amazon kämpfen 😉

Hochzeitseinladung mit Blattgold

2. Das Blatt ist vollgestopft mit Inhalten

Einer der häufigsten Fehler ist es, die Einladungen mit Inhalten zu überladen. Wir tendieren dazu, leere und weiße Räume auf einem Blatt mit Text oder grafischen Elementen füllen zu wollen. Aber das hat oft den Effekt, dass uns das Endergebnis erschlägt und übervoll wirkt. Wenn es dir schwierig fällt, Texte und Bilder anzuordnen, schau dir einfach Fotos von professioneller Papeterie an und versuche die Platzierung nachzuahmen. Und im Zweifel nimm lieber noch eine weitere Seite dazu oder lösche ein paar Grafiken. Es kann auch schon helfen, ausformulierte Sätze auf die wesentlichen Inhalte herunterzukürzen. Übrigens muss auch bei Text nicht immer die ganze Seitenbreite ausgenutzt werden. Aber mehr dazu unter Punkt 4.

3. Zu viele Veredelungen überladen die Einladungen

Ja, auch wir lieben Wachssiegel, Seidenbänder, Kalligraphie, Blattgold, Acryl, Ösen, Trockenblumen, Aufkleber und all die anderen schönen Möglichkeiten, aus einfachen Karten ganz besondere Hingucker zu machen. Aber wir würden sie niemals alle gleichzeitig für eine Papeterie nutzen. Beschränke dich am besten auf 2-3 (maximal 4) Eye-Catcher bei eurer Papeterie. Hier ein Beispiel: Stell dir eine Einladung vor, die du in Transparentpapier einschlägst und mit einem Seidenband und einem Siegel verschließt. Die braucht jetzt nicht auch noch zusätzlich Blattgold Elemente und Kalligraphie und Trockenblumen. Überlege dir lieber, welche Veredelungen dir wichtig sind und bastle ein Probeexemplar, um die Wirkung zu testen. Wie bei den meisten Dingen gilt hier: weniger ist mehr. Denn sonst weiß das Auge am Ende gar nicht, wo es hinschauen soll. Das wäre wirklich schade, denn die Einladung soll ja nicht nur schön aussehen, sondern auch wichtige Inhalte transportieren!

4. Zum Rand wird zu wenig Platz gelassen

Einer der größten Design- und Grafikfehler bei DIY-Hochzeitseinladungen ist die fast randlose Gestaltung von Karten. Um ein professionell anmutendes Design zu erzielen, lasse zum rechten und linken Rand mindestens 1,5-2 Zentimeter Platz. Nach oben und unten 1-1,5 Zentimeter. Mehr geht natürlich auch. Das gilt hauptsächlich für Texte und alle grafischen Elemente, die nicht über den Rand hinausgehen. Wenn ihr euch Aquarellelemente oder Grafiken ausgesucht haben, die über den Rand hinausragen sollen, dann achtet darauf, dass Texte von diesen Elementen entsprechend viel Abstand haben. Diese deutliche Trennung sorgt dafür, dass das Design aufgeräumt und luftig wirkt.

DIY Einladung Hochzeit

5. Die Fotos oder Grafiken sind verpixelt

Wenn du dir im Internet Grafiken heruntergeladen hast oder Fotos von euch einsetzen möchtest, dann schau unbedingt, dass die Qualität ausreichend ist. Drucke vorab ein Exemplar aus und schaue, dass die Fotos und Grafiken nicht verpixelt sind. Gerade Fotos, die du per WhatsApp bekommen hast, eignen sich nicht für den Druck. Die Dateigröße kann da schon ein wichtiger Anhaltspunkt sein. Fotodateien unter 1 MB sollten höchstens ganz klein auf der Einladung Platz finden. Wenn eure Fotos etwa die ganze Vorderseite füllen sollen, empfehlen wir auf eine entsprechende Dateigröße über 1 MB zu achten. Mehr ist natürlich besser. Mittlerweile sind Handyfotos, die im Tageslicht aufgenommen wurden, übrigens absolut ausreichend, so lange sie nicht von Messenger- oder Bearbeitungs-Apps komprimiert wurden. Wenn du Grafiken aus dem Internet nutzt, lade dir diese am besten bei Bilddatenbanken herunter oder kaufe sie bei Etsy ein. In unserem Shop findest du auch schon einige tolle Aquarellblumen und Icons für euren Tagesablauf.

6. Schrift ist nicht gut lesbar

Es gibt verschiedene Gründe, warum die Schrift auf euren Einladungen nicht gut lesbar ist. Fangen wir mit dem offensichtlichsten an: der Schriftart. Je geschwungener und detaillierter die Schriftart ist, desto schwerer ist sie lesbar. Das heißt natürlich nicht, dass ihr keine schmuckvollen Schriften für eure Papeterie einsetzen sollt. Achtet aber darauf, dass die Schrift immer groß genug ist und vielleicht eher nur für Überschriften oder eure Namen auf der Vorderseite genutzt wird. Für Fließtext empfehlen wir eine schlichte und klare Schrift als Kombination zur Schmuckschrift. Wenn auch schlichte Schriften nicht gut lesbar sind, könnt ihr an Stellschrauben wie der Schriftgröße und dem Zeilenabstand drehen. Auch die Schriftfarbe spielt eine Rolle. Es muss ja nicht unbedingt eine schwarze Schrift sein, aber um eine gute Lesbarkeit zu ermöglichen, raten wir von Gelb- und Cremetönen dringend ab.

7. Die Inhalte sind nicht strukturiert

Eure Einladungen wirken noch nicht so, wie ihr euch das vorstellt? Prüft, ob ihr den Text und die Inhalte strukturieren und aufteilen könnt. Zwischenüberschriften und Hervorhebungen können dafür sorgen, dass eure Einladung an Struktur und Form gewinnt. Wenn ihr lange Texte ohne Absätze auf die Einladung druckt, werden die Gäste nicht nur von der Fülle an Informationen erschlagen. Sie finden auch wichtige Infos nicht so einfach wieder. Hervorhebungen könnt ihr übrigens durch Schrift- oder Farbwechsel, durch einen fetten oder kursiven Schriftschnitt und durch die Schriftgröße erzielen. Auch Icons und kleine Symbole können helfen, Struktur in die Einladung zu bringen. Vor allem euer Tagesablauf kann so auch noch mal toll aufgewertet werden.

Hochzeitseinladung selbst machen

8. Es wird das falsche Papier eingesetzt

Ein wunder Punkt bei der Hochzeitseinladung ist die Wahl des Papiers. Aber wie findet man ein gutes Papier? Leider nicht, indem man es „blind“ online bestellt. Auch hier empfehlen wir wieder gut sortierte Bastelgeschäfte. Alternativ kann man sich bei vielen Online-Druckereien und Bastel-Shops online Papierproben für kleines Geld bestellen. Das lohnt sich auf jeden Fall, damit ihr ein Gefühl für Papiergewicht, Farben und Beschaffenheit bekommt. Als Faustregel empfehlen wir für Karten eine Grammatur von mindestens 200 g/m². Vor allem wenn ihr eure Einladungen zu Hause druckt, achtet darauf, dass die Papiere nicht beschichtet sind und sich für euren Drucker eignen. Denn sonst lauft ihr Gefahr, dass die Farben nicht gut dargestellt werden oder die Texte verlaufen.

Welche unsere Lieblingspapiere sind und welche wir konkret empfehlen erfährst du übrigens in unserem Online-Kurs für DIY-Hochzeitseinladungen. Das ist natürlich nur einer von ganz vielen Vorteilen die du hast, wenn du zusammen mit uns und „Tell your Lovestory“ deine Hochzeitseinladungen gestaltest. Wenn du Lust hast, trag dich hier ganz unverbindlich in unsere Warteliste ein und erfahre als erstes, wenn der Kurs Anfang 2022 wieder an den Start geht. Hab viel Freude beim Planen und Gestalten deiner Hochzeitseinladungen!

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