Der Sitzplan für eure Hochzeit

Das Thema Hochzeits-Sitzplan hat einen schlechten Ruf – völlig unbegründet, wie wir finden. Denn viele empfinden das Erstellen einer idealen Sitzordnung für den großen Tag als nahezu unlösbare Aufgabe. Wir haben euch ein paar Tipps mitgebracht, damit ihr am Sitzplan nicht verzweifelt. Und wenn die grobe Tischordnung erst mal steht, dann bietet der Plan unendlich viele kreative Gestaltungsmöglichkeiten und ihr könnt eure Persönlichkeit oder euer Hochzeitsmotto einfließen lassen.

Solltet ihr trotz unserer Tipps an dem Thema verzweifeln, dann überlegt noch mal, ob ihr eine feste Sitzordnung unbedingt benötigt. Ihr habt nämlich eigentlich drei Möglichkeiten: Komplett freie Platzwahl (außer am Brauttisch), feste Tischzuweisung aber freie Platzwahl am Tisch und eine fixe Sitzordnung mit individuellen Namenskärtchen, -anhängern oder Schildern. Übrigens, wenn du eine DIY-Braut bist und noch ganz am Anfang eurer Papeterieplanung stehst, sichere dir unbedingt unseren 0 €-Download „44 Hacks für deine DIY Hochzeitseinladung“. Und jetzt viel Spaß mit unseren Tipps rund um euren Sitzplan!

Sitzplan Acryl

Die perfekte Sitzordnung

Wenn ihr euch entschieden habt, eine feste Sitzordnung (oder auch nur eine fixe Tischzuweisung) vorzugeben, dann startet ihr vermutlich mit einer Gästeliste. Jetzt ist die große Frage: Wen setzt man zusammen an einen Tisch? Wir empfehlen, bei der Entscheidung Faktoren wie „kennt sich bereits“, „ist in einem ähnlichen Alter“, „hat ähnliche Interessen“ und „ist eher introvertiert / extrovertiert“ mit einfließen zu lassen. Hier ein paar Beispiele:

  • Ihr könnt beide Familienseiten miteinander mischen, um einen Tisch mit älteren Gästen zu füllen.
  • Zwei verschiedene Freundeskreise, die beide gerne reisen oder alle einen Hund haben, passen gut zusammen.
  • Einzelne Personen oder Paare die introvertiert sind, setzt man nicht unbedingt an sehr laute Tische, an denen sich alle anderen bereits kennen.

Mit diesen Faktoren im Hinterkopf, könnt ihr eure Gäste jetzt auf die Tische zu verteilen. Das funktioniert, je nachdem welcher Typ ihr seid, mit einer Excel-Liste oder mit Post-Its ganz wunderbar. Wir stellen euch gleich beide Varianten einmal vor. Vorab jedoch noch der Hinweis: Euer Sitzplan wird sich, je früher ihr diesen gestaltet, desto häufiger noch ändern. Neue Partner, Trennungen oder Absagen könnt ihr bis ca. 2 Wochen vorher noch gut umsetzen. Aber lasst euch nicht verrückt machen, wenn jemand kurzfristig 1-2 Tage vor der Hochzeit absagt. Dass die Person oder das Paar auf dem Sitzplan mit draufstehen, wird kaum jemandem auffallen, denn eigentlich sucht jeder nur nach seinem eigenen Namen. Und Partner, die kurzfristig dazukommen, müsst ihr so spontan auch nicht mehr einladen.

Sitzplan Excel

Bei einer Tischzuweisung in Excel empfehlen wir euch eine Tabelle mit zwei Reitern zu erstellen. Im ersten Reiter schreibt ihr alle Namen auf und zwar jeweils in eine Zeile die Personen, die zusammensitzen sollen. Jede der Gruppen wird in einer anderen Farbe eingefärbt. In einem zweiten Reiter könnt ihr dann links die Tischnummern und oben die verfügbaren Sitzplätze je Tisch notieren. Dann könnt ihr die Gruppen auf die verschiedenen Tische aufteilen, wobei wir empfehlen mit dem Brauttisch anzufangen, dann die großen Gruppen zu platzieren und mit den kleinen „aufzufüllen“. Wenn ihr die Aufteilung fertig seid, könnt ihr euch digital oder auf einen Zettel eure Tische aufmalen und die aufgeteilten Personen einzeichnen.

Die Zuweisung mit Post-its oder kleinen Zetteln funktioniert ganz ähnlich. Hier könnt ihr jedoch direkt mit einem gezeichneten Plan starten. Dafür nehmt euch am besten ein DIN A3 Blatt und zeichnet die Tische und verfügbaren Stühle grob ein (das muss kein Kunstwerk sein). Dann schreibt ihr jeden Gast auf einen kleinen Zettel oder ein Post It. Große Klebezettel könnt ihr auch noch mal durchschneiden, sodass ihr zwei kleine mit einer Klebekante habt. Nun platziert ihr, ebenso wie bei der Excel-Variante, die einzelnen Zettel erst mal auf den Tischen. Auch hier würden wir wieder empfehlen, den Brauttisch zuerst zu füllen und dann die großen Gruppen zu verteilen. Wenn alle Gäste eingeteilt sind „verschiebt“ ihr die Zettel auf die eingezeichneten Stühle um die finale Sitzordnung zu erstellen.

Sitzplan Setzkasten

Die Form eures Sitzplans

Wenn die Sitzordnung erst mal festgelegt ist, könnt ihr euch entscheiden, wie ihr euren Sitzplan umsetzen möchtet. Die äußere Form entscheidet auch darüber, wo ihr den Plan drucken oder produzieren lassen könnt. Grundsätzlich habt ihr folgende drei Möglichkeiten:

1. Jeder Gast steht auf einem Blatt / Foto / Gegenstand:

Wenn ihr maximal flexibel bleiben wollt und auch am Vorabend noch Gäste vom Plan nehmen können wollt, könnt ihr jeden Gast auf ein einzelnes Kärtchen schreiben. In unserem Beispiel wurde das mit einem Setzkasten ermöglicht. Ihr könnt auch einzelne Fotos eurer Gäste mit Namen und Tischzuordnung an eine Wand hängen. Oder sogar die Gastgeschenke mit Namensbeschriftung beim entsprechenden Tisch aufhängen oder aufstellen. Personalisierte Schlüssel- oder Kofferanhänger kann man zum Beispiel toll an Nägel hängen.

2. Alle Gäste eines Tisches stehen auf einem Blatt / Gegenstand / Bilderrahmen:

Etwas einfacher ist es, einzelne Karten für jeden Tisch zu erstellen. Diese könnt ihr auch einfach selber drucken und dann an einer Wand befestigen, einrahmen, in Weinkisten stellen oder an einer Schnur aufhängen. Im oberen Bereich der Karte steht der Tischname oder die Tischnummer und darunter könnt ihr die Namen eurer Gäste auflisten. Alternativ könnt ihr natürlich auch Gegenstände beschriften, etwa eine Vase je Tisch oder bei der Herbsthochzeit, große Kürbisse.

3. Alle Gäste stehen auf einem Poster / Glas / Schild:

Die unkomplizierteste Möglichkeit ist ein großes Poster oder Schild. Dieses müsst ihr aber natürlich mit etwas mehr Vorlauf produzieren oder drucken und seid deshalb weniger flexibel. Wir empfehlen immer das Format A1. Als Schilder eignen sich Acrylplatten, Alu-Verbundplatten oder Leinwände. Wenn ihr selbst beschriften oder mit dem Plotter arbeiten wollt, könnt ihr auch alte Fenster oder große Spiegel nutzen und beschriften.

Sitzplan individuell

Macht euren Sitzplan individuell!

Wenn ihr Lust auf einen besonders individuellen oder persönlichen Sitzplan habt, dann könnt ihr bei den Tischnamen oder -symbolen kreativ werden. Wie wäre es zum Beispiel statt „Tisch 1“ und „Tisch 2“ mit gemeinsamen Reisezielen oder Orten, die ihr schon besucht habt? Auch Bandnamen, Songtitel oder Tiere eignen sich super, um euren Tischen Namen zu geben. Alternativ könnt ihr auch Symbole einsetzen, etwa die Logos eurer Lieblingsserien oder die Sehenswürdigkeiten, die ihr schon zusammen besucht habt.

Wenn ihr euch richtig austoben wollt, könnt auch eine Weltkarte, einen „Stammbaum“ oder einen U-Bahn-Plan als Tischplan gestalten. Oder ihr nehmt Objekte (im Beispiel oben waren es goldene Tierfiguren) und bindet die Tischkarten direkt dran. Eines unserer Paare hatte einmal die besondere Idee, die Tische nach den Stationen ihrer Liebesgeschichte zu benennen. Auf den Tischen selbst, stand dann jeweils die Bedeutung des jeweiligen Tischnamens. Wenn man durch den Raum gewandert ist, konnte man als Gast die Geschichte der beiden so noch einmal nachlesen.

Ihr seht: beim Sitzplan könnt ihr eure Persönlichkeit und Beziehung toll mit einfließen lassen. Alternativ könnt ihr natürlich auch die tatsächliche Anordnung der Tische „nachzeichnen“ und die Namen der Gäste in die Tischform reinschreiben. Dabei achtet nur schon vorab darauf, wo der Plan später stehen wird. Die Perspektive sollte stimmen und eine Sicht auf den Raum vom Standpunkt des Betrachters aus geben. Du willst noch mehr Sitzplan-Inspiration? Dann schau auf unserer Pinterest-Wall vorbei, die wir extra dafür angelegt haben. Und wenn du gerade erst in das Thema Papeterie startest, empfehlen wir dir unseren Newsletter. Als Dankeschön für die Anmeldung bekommst du dann auch unser Mini-E-Book mit 44 Hacks für eure DIY-Hochzeitseinladungen. Viel Spaß beim Erstellen eures Sitzplans!

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